„Meine Urgroßmutter war eine Frau.“ Feministische Stilblüte vom Feinsten.

Nannette Streicher

Was ein Meister des Genderns sein will, höre gut zu, wenn Meisterinnen reden.

Wozu feministische Linguistik in der Lage ist, habe ich in der ORF-Sendung „Wien heute“ am Sonntag, den 6. Oktober 2019 aufgeschnappt.

In einem Bericht über die lange Nacht der Museen sehen wir Frau Birgit Streicher in der Sammlung alter Musikinstrumente Klavier spielen.

Es ist nicht irgendein Klavier, es ist eins, das ein Vorfahre der Pianistin gebaut hat, nämlich Frau Nannette Streicher (1769 – 1833, Bild).

Die Pianistin erklärt uns dazu folgendes, ich zitiere sie wörtlich und vollständig:

Das ist ein Instrument, das von meiner Ururururgroßmutter gebaut wurde, die eine Frau war im 19. Jahrhundert, was schon einmal ungewöhnlich ist.

Quelle, wohl nur ein paar Tage lang aufrufbar:
https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14028145


Bild-Quelle: Wikipedia

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„Mahlzeit!“ Warum grüßen Wiener Beamte gerne so? Thomas Schäfer-Elmayer verrät es uns.

Daß wir einander im deutschen Sprachraum unterschiedlich begrüßen, erleben wir ja oft. Gehe ich in Berlin in ein Geschäft, wissen sie sofort, woher ich komme. Mein „Grüß Gott “ verrät mich.

Nur manchmal tippen sie  knapp daneben, wenn sie „Sind Sie aus Bayern? “ fragen.

In der Wochenendbeilage des Kurier habe ich folgende interessante Geschichte über den Wiener Beamtengruß „Mahlzeit “ gelesen. In einem ausführlichen Interview erzählt unser Benimm-Guru Thomas Schäfer-Elmayer dazu folgendes:

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Die zwei Septemberreden 2019. Herbert Grönemeyer und Greta Thunberg.

Diese Reden lassen niemanden kalt. Die einen johlen und klatschen oder springen und stampfen. Die andern sind verstört, entsetzt, schockiert oder indigniert.

Die eine Rede hat Herbert Grönemeyer am 12. September in der Wiener Stadthalle gehalten.
Die andere hat Greta Thunberg am 23. September vor der UNO in New York City gehalten.

Die eine Rede hat ihren Anlaß in der sog. Flüchtlingskrise, die andere in der sog. Klimakrise gefunden.

Herr Grönemeyer ist 63 Jahre alt und aus Deutschland.
Fräulein Thunberg ist 16 Jahre alt und aus Schweden.

Will ich eine Rede unter rhetorischen Gesichtspunkten beobachten, dann tue ich, wenn möglich, beides:
Ich sehe und höre sie mir aufmerksam an. Und ich lese ihr Transkript genau durch.

Am liebsten würde ich das mit Ihnen gemeinsam tun und dann unsere Beobachtungen austauschen. Da das nicht geht, schlage ich vor, daß Sie, bevor Sie hier weiterlesen, die Videos ansehen und die Transkripte lesen, noch ganz unbeeinflußt von dem, was ich dann weiter unten schreiben werde.

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